Treene

Die Treene ist der größte Nebenfluss der Eider und fließt durch den Osten und Süden Nordfrieslands. Sie gehört zur Flussgebietseinheit Eider.

Der Oberlauf entstand vor etwa 14.000 Jahren, als die Gletscher der Weichsel-Kaltzeit zurückwichen und Schmelzwasser abfloss. Bis zum alten Eisrand bei Oeversee verläuft der Fluss weitgehend von Ost nach West und gehört damit noch zum Schleswig-Holsteinischen Hügelland. Am Rand der schleswigschen Geest dreht der Lauf nach Süden und tritt auf den Sander aus. Mittel- und Unterlauf sind erdgeschichtlich älter als der Oberlauf.

Untersuchungen zum Sedimentationsverhalten zeigen, dass die Treene seit dem Spätmittelalter deutlich mehr Material ablagert als zuvor. Als Ursache gilt die Ausweitung der Landwirtschaft in ihrem Einzugsgebiet. In der Niederung zwischen Fluss und Eider entstanden im 15. und 16. Jahrhundert zahlreiche Köge, etwa der Osterfelder Koog und der Südfelder Koog.

Bei Schwabstedt und in Stapelholm prägt die Treene die Landschaft, ehe sie in die Eider mündet. Die Flussniederung steht heute weitgehend unter Naturschutz und ist als Rückzugsraum für Wiesenvögel von Bedeutung. Zur Entwässerung der angrenzenden Marschen dienen Siele und Schöpfwerke, wie sie im Eintrag zum Deichbau beschrieben sind.

Zu den Angaben

Für diese Seite gibt es keinen einzelnen Kartenpunkt, weil sie ein größeres Gebiet beschreibt.

Quellen

  1. Wikipedia: Treene