Süderhöft
Süderhöft ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, am Nordwestufer der Treene südöstlich von Schwabstedt. Auf 2,60 Quadratkilometern leben 22 Einwohner (Stand Ende 2025).
Unter den Festlandgemeinden Nordfrieslands ist Süderhöft die kleinste. Der Name bedeutet südlicher Vorsprung, urkundlich erscheint er im 15. Jahrhundert. Das Dorf besteht aus sieben Häusern und einem zur Wohnung umgebauten Hühnerstall, die alle auf einer Straßenseite stehen und von Ost nach West durchnummeriert sind. Eine Teerstraße erreichte den Ort erst in den 1960er Jahren. Weil weniger als 70 Menschen hier leben, entscheidet eine Gemeindeversammlung anstelle einer Gemeindevertretung.
Kirchlich gehört Süderhöft nach Schwabstedt, und dort ist eine Besonderheit überliefert: Die wohlhabenden Bauern des Dorfes besaßen einen eigenen Eingang zur Kirche Sankt Jacobi und verfolgten den Gottesdienst aus der ersten Etage. Dieser Eingang ist erhalten. Aus Schwabstedt stammt auch ein dunkles Kapitel: 1619 wurde Meye Muhl aus Süderhöft dort als Hexe verbrannt. Bis 1934 gehörte das Dorf zur Kirchspielslandgemeinde Schwabstedt, dann wurde es eine eigene Landgemeinde.
Die Gemarkung reicht an das Ufer der Treene, die sich südlich des Ortes nach Westen wendet. Landschaftlich liegt sie am Übergang der Bredstedt-Husumer Geest zur Landschaft Stapelholm. Landwirtschaft im Vollerwerb betreibt nur noch ein Betrieb. Nach Friedrichstadt sind es etwa neun Kilometer.
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Zu den Angaben
Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.