Wiedingharde

Die Wiedingharde ist eine frühere Verwaltungseinheit im Nordwesten Nordfrieslands, begrenzt von der Wiedau im Norden. Zu ihr gehören die Dörfer Rodenäs, Aventoft, Klanxbüll, Neukirchen und Emmelsbüll-Horsbüll.

Der heutige Name ist erst seit dem 17. Jahrhundert belegt und leitet sich von dem Fluss ab. Im Mittelalter hieß die Harde Horsebuheret, also Horsbüllharde, nach ihrem damaligen Mittelpunkt Horsbüll. Unter diesem Namen erscheint sie 1231 im Erdbuch des dänischen Königs Waldemar II. Die Harden selbst gehen als Verwaltungseinheiten der Uthlande wahrscheinlich auf die Wikingerzeit zurück.

Warften statt Deiche

Während die Geest schon in der Jungsteinzeit besiedelt war, reichen die frühesten Spuren hier nur in die Völkerwanderungszeit. Die ersten Siedlungen lagen im Gebiet von Emmelsbüll-Horsbüll auf flachem Boden und wuchsen mit der Zeit zu Großwarften. Die im frühen Mittelalter einwandernden Friesen legten ihre Häuser dann gezielt auf Warftreihen an, wie sie im Eintrag zur Warft beschrieben sind.

Sturmfluten trugen im Mittelalter so viel Land ab, dass von der Harde nur eine Insel übrig blieb. Ihr alter Mittelpunkt lag danach am westlichen Rand. Erst Eindeichungen verbanden das Gebiet wieder mit dem Festland, unter anderem über den Wiedingharder Neuen Koog und den Wiedingharder Alten Koog. Entwässert wird die Fläche über den Bongsieler Kanal.

Zu den Angaben

Für diese Seite gibt es keinen einzelnen Kartenpunkt, weil sie ein größeres Gebiet beschreibt.

Quellen

  1. Wikipedia: Wiedingharde