Wittbek

Wittbek ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, auf einem Höhenzug westlich der Treene-Niederung, rund zehn Kilometer östlich von Husum. Auf 19,91 Quadratkilometern leben 790 Einwohner (Stand Ende 2025).

Das Dorf liegt inmitten der Schleswigschen Geest über der Niederung der Treene. Kurz jenseits der südlichen Gemeindegrenze erhebt sich in der Nachbargemeinde Ostenfeld der Sandesberg, die höchste Erhebung im Kreis Nordfriesland. Urkundlich erscheint der Ort 1423 als Widbeke. Der Name setzt sich aus dem dänischen bæk beziehungsweise niederdeutschen bek für Bach und dem als Witt übernommenen dänischen Wort für Wald zusammen, er bedeutet also etwa Waldbach. Neben dem Hauptort liegen die Ortsteile Osterwittbekfeld, Westerwittbekfeld und Sprüng im Gemeindegebiet.

Bis zum Krieg von 1864 gehörte Wittbek zum Kirchspiel Ostenfeld innerhalb der Südergoesharde im Herzogtum Schleswig, das damals zu Dänemark zählte. Nach der Annexion bildete Preußen aus dem Kirchspiel eine Kirchspielslandgemeinde mit den drei Dorfschaften Ostenfeld, Winnert und Wittbek. Am 1. April 1934 wurde sie aufgelöst, und alle ihre Dorfschaften wurden selbstständige Gemeinden. Aus der NS-Zeit ist überliefert, dass Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft des Dorfes annahm, weil dort fünfmal hintereinander alle Stimmen an die NSDAP gefallen waren; die Ehrenbürgerschaft wurde inzwischen aufgehoben.

Der Wasserverband Treene

Der Wasserverband Treene hat seinen Hauptsitz in der Gemeinde und betreibt im Ortsteil Osterwittbekfeld ein Wasserwerk, das 46 Gemeinden im Umland mit Trinkwasser versorgt. Sein Versorgungsgebiet reicht von der Hallig Südfall bis an die Schlei nach Borgwedel im Kreis Schleswig-Flensburg. Die vorbereitenden Untersuchungen zur Erschließung des Grundwasservorkommens begannen 1961; das Wasser steht in einem sandigen bis kiesigen eiszeitlichen Grundwasserleiter, der bis zu 80 Meter mächtig ist. Der Verband ist auch für das Abwasser zuständig, der Hauptort verfügt über eine Vollkanalisation, und außerhalb des Dorfes wurde eine neue Kläranlage gebaut.

Das Gemeindegebiet ist größtenteils landwirtschaftlich geprägt, dazu kommen einzelne kleine Gewerbebetriebe; einkaufen lässt sich in Ostenfeld. Die Gemeinde unterhält ein Gemeindehaus mit Kindergarten, Spielplatz und Sportplatz sowie eine Freiwillige Feuerwehr mit eigenem Feuerwehrhaus. Seit 1983 besteht ein Fußballverein, der Handball wird in einer Spielgemeinschaft mit den Nachbarorten organisiert. In einer Werkschauhütte am Ort ist eine dauerhafte Kunstausstellung untergebracht. Der Siedlungskern liegt an der Kreisstraße 143 von Husum nach Ostenfeld, dorthin führt auch ein Radweg; im öffentlichen Verkehr bedient ein Rufbus die Strecke von Husum über Ostenfeld nach Viöl.

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Zu den Angaben

Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Die Höhe des Sandesbergs wird unterschiedlich angegeben: die Wikipedia nennt 53,5 Meter, die frühere Nordfriesland-Datenbank im Eintrag zu Ostenfeld 54 Meter. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Wittbek (Archivfassung 2019)
  2. Wikipedia: Wittbek
  3. Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31.12.2025, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
  4. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Weiterführende Literatur

  • Laur 1992.