Ostenfeld

Friesisch: Aastenfäil · Dänisch: Øssenfjylj

Ostenfeld ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, auf der Schleswigschen Geest rund zwölf Kilometer östlich von Husum. Auf 27,67 Quadratkilometern leben 1.593 Einwohner (Stand Ende 2025).

Der Ortsname wird meist als östlich von Viöl gedeutet, dänisch Østerfjolde. Sicher ist das nicht, denn Fjolde bezeichnete nicht allein den Ort, sondern auch den Landstrich, und das Wort selbst meint etwa Außenmark, also unkultiviertes Gebiet. Die Endung auf feld zeigt eine frühe deutsche Umdeutung, die bei Viöl ausblieb. Erstmals schriftlich belegt ist der Name 1352. Mehrere Grabhügel aus der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit bezeugen eine frühe Besiedlung.

Das Gemeindegebiet reicht vom Südosten der Bredstedt-Husumer Geest bis an die Treene, die hier die Kreisgrenze bildet. Siedlungsgeografisch gliedert es sich in das Kirchdorf, die Häusergruppe Schmöl und die Streusiedlungen Rott und Ostenfeldfeld. Der Name Rott ist 1438 belegt und geht wohl auf eine Rodung zurück, Schmöl erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Nordöstlich des Ortes liegt ein ovaler Hügel, der als mittelalterliche Turmhügelburg gedeutet wird.

Im Gemeindegebiet erhebt sich der höchste Punkt des Kreises Nordfriesland. Zu den Ortsteilen gehören Drellborg, Langenhöft, Ostenfeld-Feld, Rott und Schmöl. Eine erste Schule richtete das Kirchspiel im 16. Jahrhundert ein, geblieben sind eine Grundschule und ein Kindergarten. Das Ostenfelder Bauernhaus, ein repräsentativer Bau der Gegend, steht seit 1899 in Husum und gilt als das älteste Freilichtmuseum Deutschlands.

Sankt Petri und die kleine Meierei

Eine steinerne Kirche gab es spätestens im 15. Jahrhundert. Zu sehen ist sie auf einem Gemälde, das im Nachfolgebau von 1772 hängt, der Sankt-Petri-Kirche. Zur Ausstattung zählen eine Granittaufe aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, der Altar von 1470, eine Kreuzgruppe aus dem 15. Jahrhundert und die Kanzel von 1775. Wirtschaftlich tragen die Landwirtschaft und einige Gewerbebetriebe den Ort. In der 1887 als Genossenschaft gegründeten Meierei, der kleinsten in Schleswig-Holstein, wird ausschließlich traditionell gearbeitet.

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Zu den Angaben

Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Zur Höhe des höchsten Punktes im Kreis gehen die Angaben auseinander: die frühere Nordfriesland-Datenbank nennt 54 Meter, der Wikipedia-Artikel der Nachbargemeinde Wittbek für den Sandesberg 53,5 Meter, der Artikel zu Ostenfeld mindestens 52 Meter. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Ostenfeld (Archivfassung 2019)
  2. Wikipedia: Ostenfeld (Husum)
  3. Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31.12.2025, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
  4. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Weiterführende Literatur

  • Magnus Voss: Chronik der Kirchengemeinde Ostenfeld im Kreise Husum. In: JbNfV 2 (1904/05), S. 29-183 (Nachdruck: Ostenfeld 1996).