Abel
Abel, geboren 1218, gestorben 1252, war dänischer König.
Abel war der dritte Sohn des dänischen Königs Waldemar II. und folgte 1232 seinem älteren Bruder Erik als Herzog von Jütland und Schleswig. Mit der Heirat einer Tochter Adolfs IV. von Schauenburg und Holstein band er sich politisch eng an Holstein. Nach dem Tod des Vaters 1241 kämpfte er gegen seinen Bruder, der als Erik IV. mit dem Beinamen Plogpenning allein regierte; in diesem Bruderkrieg zerstörten königliche Truppen 1248 mehrere schleswigsche Handelsplätze, darunter Flensburg. 1250 lud Abel den König unter dem Vorwand von Versöhnungsgesprächen in seine Residenzstadt Schleswig, ließ ihn beim Fährort Missunde töten und den Leichnam in der Schlei verschwinden. Den Thron bestieg er am 1. November desselben Jahres, nachdem 24 Ritter beim Thing in Viborg einen Eid auf seine Unschuld geleistet hatten.
Die Schlacht bei Oldenswort
In Eiderstedt stieß der neue König auf Widerstand. Die Bewohner leisteten ihm den Treueid nicht und zahlten vor allem die Landsteuer nicht. Sie beriefen sich auf die Friesische Freiheit, die eine angeblich von Karl dem Großen ausgestellte Urkunde verbürgte. Abel wollte den Gehorsam daraufhin mit Waffen erzwingen. Die drei betroffenen Harden Eiderstedt, Evershop und Utholm stellten daraufhin selbst ein Heer auf und schlugen die Königlichen bei Oldenswort.
Den historischen Quellen zufolge traf den König ein Pfeilschuss auf dem Milderdamm. Dieser aufgeschüttete Weg verband die mittelalterliche Mildeburg mit dem Geestrand. Sein ältester Sohn folgte ihm nicht nach, weil er in Köln gefangen saß; die dänischen Stände wählten stattdessen Abels jüngsten Bruder Christoph I. Später überließ dieser das Herzogtum Schleswig doch der Linie Abels, die es bis zum Aussterben des Mannesstamms 1375 regierte. Um den Tod des Königs rankten sich schon früh Legenden, bis hin zu der Erzählung, sein Geist habe im Schleswiger Dom gespukt.
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Zu den Angaben
Die Lebensdaten folgen der Wikipedia und der früheren Nordfriesland-Datenbank. Die spätere Überlieferung macht aus der Schlacht einen Aufstand ganz Nordfrieslands und nennt als Töter den Alt-Nordstrander Wagenbauer Wessel Hummer. Die zeitgenössischen Quellen kennen beides nicht. Verbreitet wurde die Erzählung vor allem im deutsch-dänischen Gegensatz des 19. Jahrhunderts. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Albert Panten: König Abels Tod - Ende einer Legende. In: JbNF 16 (1980), S. 117-126.