Johan Redlef Volquardsen
Johan Redlef Volquardsen, geboren 1902 in Diedersbüll/Horsbüll, gestorben 1971, war Landwirt, Heimatforscher und Oberdeichgraf.
Im Februar 1942 trat Volquardsen in Tönning der dänischen Minderheit bei. Schikanen folgten, und in den letzten Kriegsmonaten traf er sich in Flensburg mit Gruppen des Widerstands. Diese Jahre erklären seine Distanz zum Nordfriesischen Verein, den die Nationalsozialisten gleichgeschaltet hatten.
Als der Verein Nordfriesisches Institut 1947 entstand, war Volquardsen dabei, und fast zwanzig Jahre lang führte er ihn später. Zwei Jahrzehnte amtierte er außerdem als Oberdeichgraf für das Deichwesen von Eiderstedt. In Husum leitete er die Marktgemeinschaft.
Bekannt wurde er auch durch zahlreiche heimatkundliche Veröffentlichungen. Aus seinen Aufzeichnungen der Jahre 1931 bis 1971 erschienen 1990 und 1991 Auszüge im Nordfriesischen Jahrbuch unter dem Titel Trockenkooger Tagebuchblätter.
Zu den Angaben
Die Lebensdaten folgen der früheren Nordfriesland-Datenbank. Einen Wikipedia-Artikel gibt es nicht, die Angaben folgen der Archivfassung der früheren Nordfriesland-Datenbank. Dort ist für den Tod im Juli 1971 kein Ort genannt. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Sönnich Volquardsen: Trockenkooger Tagebuchblätter 1931-1971 von Johan Redlef Volquardsen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 26/27 (1990/91), S. 181-240.