Beltringharde
Die Beltringharde war ein mittelalterlicher Verwaltungsbezirk im Nordteil der Insel Strand. Sie gehörte zu den Uthlanden und ging in der Burchardiflut von 1634 unter.
Bereits die Zweite Marcellusflut von 1362 überschwemmte die Harde und kostete sie mehrere Kirchspiele. Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Harden der Insel Strand neu geordnet. Das Dorf Ockholm, nach den Fluten des 14. Jahrhunderts nur noch eine kleine Hallig, zählte seither zur Nordergoesharde. Die frühere Wiriksharde mit den Halligen Langeneß und Gröde kam dagegen zur Beltringharde.
Um 1600 gehörten Orte wie Amhusen, Bupsee mit der Hauptkirche der Harde, Bupte, Evensbüll, Königsbüll, Rörbeck und Volligsbüll dazu, außerdem mehrere Halligen. 1628 gewannen die Brüder Amsinck mit dem Amsinck-Koog neues Land im Bereich der heutigen Hamburger Hallig.
1634
Weil die Harde mitten auf der Insel unmittelbar dem Heverstrom gegenüberlag, traf sie die Burchardiflut besonders schwer. Alle acht Kirchspiele und mehrere Kapellen wurden zerstört, ein großer Teil der Bevölkerung starb. Die Überlebenden konnten die Deiche nicht wiederherstellen und mussten das Land aufgeben. Erst mit dem Beltringharder Koog, der 1987 fertig wurde, trägt die Harde ihren Namen wieder in der Landschaft.
Zu den Angaben
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