Frieslande
Als Frieslande werden die Küstenlandschaften bezeichnet, in denen Friesen siedelten. Sie reichen von den Niederlanden bis nach Dänemark und gliedern sich in West-, Ost- und Nordfriesland.
Westfriesland liegt in den Niederlanden, Ostfriesland im Nordwesten Niedersachsens, und Nordfriesland umfasst die Küste Schleswigs samt Inseln und Halligen. Die drei Gebiete haben keine gemeinsame Verwaltung und auch keine gemeinsame Sprache: Westerlauwersches Friesisch, Saterfriesisch und Nordfriesisch sind eigene Sprachen, die sich gegenseitig nicht ohne Weiteres verstehen lassen. Mehr dazu steht im Eintrag zur friesischen Sprache.
Nordfriesland selbst war nie ein Staat, sondern eine Reihe von Landschaften mit eigenen Rechten. Die Harden der Uthlande regelten ihre Angelegenheiten weitgehend selbst und schlossen sich 1426 in der Siebenhardenbeliebung auf ein gemeinsames Landrecht zusammen. Zu ihnen gehörten die Wiedingharde, die Bökingharde und die Beltringharde, dazu Gebiete auf den Inseln.
Der Kreis Nordfriesland in seiner heutigen Form entstand erst 1970 bei der Gebietsreform. Er verbindet Landschaften, die historisch getrennte Wege gingen: die Geest im Osten, die Marsch im Westen, Eiderstedt im Süden mit seinen eigenen Privilegien und die Inseln, von denen Teile lange direkt zur dänischen Krone gehörten.
Zu den Angaben
Für diese Seite gibt es keinen einzelnen Kartenpunkt, weil sie ein größeres Gebiet beschreibt.