Sönnebüll
Friesisch: Säänebel
Sönnebüll ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, auf der Geest südöstlich des Stollbergs, etwa zwei Kilometer östlich von Bredstedt. Auf 4,29 Quadratkilometern leben 313 Einwohner (Stand Ende 2025).
Urkundlich erscheint der Ort 1462, der Name bedeutet Siedlung des Sönne. Sönne ist ein Rufname, der dem gotländischen Sunja entspricht, und die Endung büll entspricht dem dänischen bøl und dem nordfriesischen bel für Siedlung. Ähnliche Namen finden sich im ganzen nordischen Raum, etwa Sønderlev bei Hørring oder Sunneryd bei Linköping. Frühe Siedlungsspuren reichen in die Jungsteinzeit zurück: gefunden wurden Schneiden von Flintbeilen sowie Klingen, Kratzer und andere Artefakte.
Das Gemeindegebiet liegt beidseits des Übergangs von der Hohen Geest zu einem Sandergebiet im Ostnordosten. Der höchste Punkt befindet sich auf einer während der Saaleeiszeit aufgeschobenen Endmoräne im Ortsteil Friedensburg, an deren nördlichen Ausläufern hat sich das Dorfzentrum ausgeprägt. Aus dem Boden stammt auch der Bredstedter Ton, ein marines Glimmertonsediment, das hier für die Ziegelei abgebaut wurde und vor über fünf Millionen Jahren entstand; an diesen Erwerbszweig erinnert die Ziegelsteinmauer im Gemeindewappen. Historisch gehörte Sönnebüll zum Kirchspiel Breklum in der Nordergoesharde, und mit dessen Kirchspielslandgemeinde wurde es am 1. April 1934 zur eigenen Gemeinde.
Um 1855 bestanden im Ort fünf größere und achtzehn kleinere Landstellen, bis 1968 gab es eine eigene Schule mit einem Klassenraum. Die Landwirtschaft prägt die Gemeinde weiterhin, besonders die Milchwirtschaft, dazu kommen ein Bauunternehmen, ein Zimmereibetrieb, ein Geschäft für Rasenmäherbedarf und etwas Kleingewerbe. Weitere Einnahmen bringen der Fremdenverkehr und ein Bürgerwindpark mit sieben Anlagen. Im Gemeindegebiet wächst das Breitblättrige Knabenkraut, das auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht. Hauptachse ist die Landesstraße 12 nach Wanderup, östlich des Ortes zweigt die Kreisstraße 46 ab, die als Teil des westjütischen Ochsenwegs Bedeutung hatte und Dörfer von Langenhorn, Bordelum, Vollstedt und Drelsdorf verbindet.
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Zu den Angaben
Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.