Hans Peter Feddersen
Hans Peter Feddersen, geboren 1848 in Wester Schnatebüll, gestorben 1941 in Kleiseerkoog, war Landschafts- und Genremaler.
Der Vater, ein geschätzter Laienkünstler und Porträtmaler, gab das Handwerk nicht selbst weiter. Nach einer Lehre bei einem Stuben- und Porzellanmaler in Niebüll ging der Achtzehnjährige 1866 an die Düsseldorfer Kunstakademie und wurde Meisterschüler von Oswald Achenbach. Ab 1871 setzte er das Studium in Weimar fort, wohin sein Lehrer Theodor Hagen von Düsseldorf aus gewechselt war. Studienreisen führten ihn in den Harz, nach Masuren, Rügen, Polen und Italien.
1885 wurde der Kleiseerkoog sein dauerhafter Wohnsitz, ein Hof aus dem Familienbesitz seiner ersten Frau. Von dort arbeitete er freischaffend, unterbrochen von Reisen nach Holland, nach Fanø, Rømø und auf die Insel Vilm, in die Eifel und in den Taunus. Malerkollegen wie Leopold Graf von Kalckreuth und Otto H. Engel waren wiederholt zu Gast. 1894 gehörte er zu den Gründern der Schleswig-Holsteinischen Kunstgenossenschaft.
Der künstlerische Entdecker Sylts
Als einer der ersten Maler überhaupt arbeitete er auf Sylt. 1869 hielt er in List die zwischen den Dünen liegenden Reetdachhäuser fest, und ermutigt von seinem Malerfreund Hinrich Wrage kam er immer wieder. Er suchte die große Linie der Landschaft, zu sehen in Bildern wie "Lister Dünen" von 1872, "Landschaft von Sylt" von 1920 oder "Priel auf Sylt" von 1926. Daneben entstanden Naturstudien aus den Dünentälern und 1902 die Strandimpression "Blanker Hans".
Die Kunstgeschichte zählt ihn zu den wichtigsten Landschaftsmalern Schleswig-Holsteins. Er begann im Naturalismus, nahm Anklänge des Impressionismus auf und kam im Spätwerk beim Expressionismus an; das Werkverzeichnis führt 1.466 Arbeiten. Ehrungen kamen spät und reichlich: 1910 die Professur, 1924 der Ehrendoktor der Universität Kiel, 1926 die Mitgliedschaft in der Preußischen Akademie der Künste. Dauerhaft ausgestellt sind seine Arbeiten in Kiel, Flensburg und Husum, im Nissenhaus etwa das Ölgemälde "Alt-List auf Sylt mit Wanderdünen" von 1919.
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Zu den Angaben
Die Lebensdaten folgen der Wikipedia und der früheren Nordfriesland-Datenbank. Der Geburtsort erscheint in den Quellen als Wester Schnatebüll und als Westerschnatebüll. Der Kleiseerkoog gehört heute zu Galmsbüll. Die Angabe unter "Weiterführende Literatur" ist aus der Archivnotiz falsch übernommen worden. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.