Dreilandenkoog
Der Dreilandenkoog ist ein Koog in der Gemeinde Tating im Kreis Nordfriesland, bedeicht im Jahr 1612.
Der Dreilandenkoog verdankt seinen Namen den drei Landschaften, die er verband. Bis ins 17. Jahrhundert waren Eiderstedt, Everschop und Utholm eigenständige Gebiete, zum Teil durch Wasser voneinander getrennt. Man nannte sie zusammen die Dreilande. Mit dem neuen Koog wuchsen sie zu einer zusammenhängenden Halbinsel, die seither insgesamt Eiderstedt heißt.
Ein großer Plan, ein kleiner Koog
Herzog Johann Adolf von Gottorf ordnete an, dass die drei Landschaften gemeinsam das Vorland in der Bucht zwischen Tating und Vollerwiek eindeichen sollten. Die Leitung übernahm der niederländische Deichbaumeister Johann Claussen Rollwagen. Geplant war ein weit größerer Koog. Eine schwere Sturmflut warf das Vorhaben jedoch zurück, und am Ende musste man sich mit einer deutlich kleineren Fläche zufriedengeben.
Heute liegt der Koog im Süden Eiderstedts. Zum Kooggebiet gehören die Wohnplätze Dreilandenkoog, Krimm und Harmonie. Nach Süden grenzen der Grothusenkoog und der Wilhelminenkoog an.
Verwandte Einträge
Zu den Angaben
Belegt ist das Bedeichungsjahr (digitales Deichverzeichnis des Landes). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Die Wikipedia nennt als Bedeichungsjahr 1613, das Deichverzeichnis des Landes 1612. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5