Hooge
Hooge ist eine Hallig im nordfriesischen Wattenmeer, zwischen Pellworm und Langeneß im Wattenmeer.
Hooge ist die zweitgrößte der zehn Halligen und die einzige, die schon vor dem Ersten Weltkrieg einen Steindeich erhielt. Er hält leichtere Sturmfluten ab, doch zwei- bis sechsmal im Jahr läuft das Wasser dennoch über das Land. Drei Deichsiele entwässern die Fläche, sie öffnen und schließen sich bei Sturmflut selbsttätig. Bleiben die Tore verschlossen, steht die Hallig nach einer Flut tagelang unter Wasser. Die Bewohner leben auf zehn Warften.
Junger Boden
Erdgeschichtlich ist der Untergrund erst gut 10.000 Jahre alt. Nach der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel um mehr als dreißig Meter, wodurch das Gebiet des heutigen Nordfrieslands bis an den Geestrand bei Leck, Niebüll, Bredstedt und Husum unter Wasser geriet. Um das Jahr eins zerstörten Überflutungen die vorzeitlichen Marschen und Moore, Schlick legte sich darüber. Auf diesem Boden wuchsen später die Halligen.
Der Königspesel
Bekannt ist die Hanswarft für ihren Königspesel, eine reich ausgestattete Stube aus dem 18. Jahrhundert. Ihren Namen trägt sie, weil der dänische König Friedrich VI. hier übernachtete, als er nach der Halligflut von 1825 die Schäden besah. Heute ist der Pesel zu besichtigen und gehört zu den bekanntesten Innenräumen Nordfrieslands.
Die Hallig liegt im Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen, der Nationalpark umgibt sie, schließt sie aber nicht ein. Erreichbar ist Hooge mit dem Schiff von Schlüttsiel und über Pellworm. Landwirtschaft und Tagesbesucher tragen die Wirtschaft, dazu kommen Küstenschutz und Halligpflege als feste Aufgaben.
Zu den Angaben
Die Gemeinde heißt seit 2008 Hallig Hooge und umfasst auch die unbewohnte Hallig Norderoog. Deichlänge und Höhe stammen aus der Wikipedia. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.