Hermann Schmidt
Hermann Schmidt, geboren 1901 in Braderup, gestorben 1979 in Wenningstedt, war Lehrer und friesischer Sprachpfleger.
Wie sein Vorbild C. P. Hansen wollte Schmidt zur See fahren und Kapitän werden. Aus gesundheitlichen Gründen blieb ihm das verwehrt, und er wurde Lehrer. Zuerst unterrichtete er in Wyk auf Föhr, ab 1927 auf Sylt in Westerland und Tinnum, zuletzt als Rektor in Wenningstedt. 1958 wurde er pensioniert, weil er seit dem Krieg gesundheitlich angeschlagen war.
Die Beilage in Sölring
Seine Lebensaufgabe fand Schmidt in der Pflege der Inselmundart. Jahrzehntelang betreute er eine Zeitungsbeilage, die vollständig in Sylter Friesisch gehalten war, zuerst zusammen mit seinem Freund Hermann Runge, der früh starb. Er schrieb Gedichte und Lieder, arbeitete über die Literaturgeschichte der Insel und stellte ein Wörterbuch in beiden Richtungen zusammen. Dass die Insel sprachlich überfremdet werde, bereitete ihm große Sorge.
Storm auf Sölring
Zu seiner Arbeit gehörte auch das Übersetzen deutscher Texte in die Inselmundart, darunter die Novelle Der Schimmelreiter von Theodor Storm. So half er mit seinen Veröffentlichungen, die Literatur der Insel zugänglich und bekannt zu machen. Der Nordfriesische Verein und das Nordfriesische Institut ernannten ihn zum Ehrenmitglied.
Verwandte Einträge
- Friesisch
- Schimmelreiter
- Föhr
- Sylt
- Tinnum
- Wenningstedt
- Westerland
- Wyk auf Föhr
- Hansen, Christian Peter
- Storm, Theodor
Zu den Angaben
Die Lebensdaten folgen der früheren Nordfriesland-Datenbank. Einen Wikipedia-Artikel gibt es nicht, die Angaben folgen der früheren Nordfriesland-Datenbank. Der Name Hermann Schmidt ist häufig, gemeint ist hier der Sylter Lehrer und Sprachpfleger. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.